Grundlagenseminar Sound 2016

Dirk Specht, Judith Nordbrock, Ralf Schipke, hans w. koch

Grundlagenseminar Sound, freitags 10.00 – 13.00 h
(Vertiefungstermine/Praxis + Theorie, freitags 14:00 – 17:00 h)

Filzengraben 8-10, Klanglabor, 0.21
Beginn: Fr. 15. 04. 2016

Klang, Musik und Geräusch sind ein wesentlicher Bestandteil der 
künstlerischen Auseinandersetzung mit audiovisuellen Medien.
 Die Gestaltung der Klangebene stellt dabei ein zentrales Element dar, sei es 
als eigenständige Komposition in den Bereichen Musik oder Klangkunst, sei es im 
Zusammenhang mit anderen Medien, wie etwa Film, Video, Installationen, Radio, Performance.
In diesem Grundlagenseminar werden technische, künstlerische und 
wissenschaftliche Grundlagen der Arbeit mit Klang in Theorie
und Praxis vermittelt. Dies umfasst u. a. die Themenkomplexe
 Schallausbreitung, auditive Wahrnehmung, Gehörphysiologie,
 Schallwandlung, digitale Audiotechnik und Filmton.

Neben diesen Grundlagen wird auch eine geschärfte ästhetische
 Wahrnehmung von Klangereignissen und ihr bewusster,
 reflektierter Einsatz im Gestaltungsprozess von audiovisuellen 
Medien/künstlerischen Projekten angestrebt.

Scheine können mit wöchentlichen Aufgaben oder mit der
 Erstellung einer Audio-Studie erworben werden.
Teilnahmebedingungen:
 Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung mit Name und
 E-Mail-Adresse bitte bei Dirk Specht (dsp@khm.de).
Die Teilnahme an allen Terminen wird erwartet. Bei absehbaren
 Terminüberschneidungen, insbesondere mit anderen
 Grundkursen, bitte für einen entscheiden!
Das Grundlagenseminar Sound findet in jedem Sommersemester statt, das nächste also im Sommersemester 2017.

Literaturhinweise:
−  Jean-Francois Augoyard & Henry Torgue: Sonic Experience.
A Guide to Everyday Sounds; Montreal 2005.
(KHM-Signatur: GES B.2.4–4)
- Thomas Görne: Tontechnik; München 2011.
(KHM-Signatur: KUN N.2.3 – 7)
-  John R. Pierce: Klang. Musik mit den Ohren der Physik; Berlin 1999.
(KHM-Signatur: KUN N.2.4-7(2))

Sound of Things

Hans W. Koch, Dirk Specht

Fachseminar Hauptstudium
Filzengraben 8-10, Klanglabor, Mittwochs 14:00 – 16:00 h

In Anlehnung an den Begriff Internet of Things (IoT), untersucht das Seminar die Interaktion der Welt der Dinge mit elektronisch erzeugtem Klang. Es ist ein weites Experimentierfeld: Sensoren aller Art verbinden sich mit Software, autonome Plattformen wie Arduino oder Raspberry Pi machen das
Ganze portabel. Wo, auf dem Weg von Sensordaten über Bits&Bytes bis zur schwingenden Materie, spielt die Musik?

Im Seminar werden Grundlagen elektronischer Schaltungen und ihrer Anbindung an Computer behandelt. Das Ziel ist, sich experimentierend einen Überblick über die technischen Möglichkeiten zu verschaffen im Hinblick auf eigene Projektideen.

Must a Song always be a Song ?

Hans W. Koch & Dirk Specht

Theorieseminar Grundstudium
Filzengraben 8-10, Klanglabor, Mittwochs 17:00 – 19:00 h

Von Proto-Trobador Guilhem de Peiteus ́ „Lied über Nichts“ aus dem 11. Jahrhundert bis zum aktuellen Rap, Pygmäengesängen aus Afrika bis zu Rob Paravonians Metasong „Pachelbel Rant“: Lied / Song / Chanson / Canzona ist eine der ältesten Formen, Text und Klang zu organisieren, mit Natur und Göttern zu kommunizieren, sich politisch zu äussern oder seine Gefühle auszudrücken und war immer auch ein Vehikel für künstlerische Innovation.

Im Seminar werden verschiedene Erscheinungsformen dieses Genres auf formale, klangliche und textliche Strategien hin untersucht. Zu den Untersuchungsmethoden gehören Hören, Lesen, Singen, Reflektieren. Der Titel des Seminars entstammt übrigens einem Essay des Komponisten Charles Ives, in dem er für Songs die gleichen Rechte wie für alle Bürger fordert: In Frieden und Freiheit leben zu können, unbekümmert durch die Herrschaft der Kehle.

Unsite Temporalities: les moments fugitifs (déjà entendu)

Dirk Specht & Sebastian Thewes

Fachseminar Hauptstudium
Filzengraben 8-10, Klanglabor, Dienstags 17:00 – 19:00 h
Start: 12. April

“How does a (perhaps illusory, a false memory) sense of sonic familiarity render a body suspectible to sonic infection ? To unravel this phenomenon of déjà entendu, a symptom of the condition of schizophonia (i.e. sounds detached not just from their sources in space but also in time), we need a sense of memory in which the past and the future virtually coexist with the present so that memories and anticipated potentials resonate with each other in unpredictable ways. The implied assertion is that auditory hallucinations play an increasingly complex role within a cybernetic capitalism of ubiquitous media seething with artificial sonic lifeforms. What is required is a rhythmanalytic cartography that can map vectors of affective contagion through time loops connecting the past and the future.”
(Steve Goodman – Sonic Warfare)

“In jedem Fall ist das Klangliche allgegenwärtig, sobald es gegenwärtig ist, und seine Gegenwart ist niemals einfaches Da-sein oder Stand der Dinge, sondern es ist immer zugleich Voran, Durchdringung, Insistenz, Obsession oder Besessenheit. Und zugleich ist es eine Gegenwart »im Rückhall«, im Verweis eines Elementes auf das andere, sei es zwischen Sender und Empfänger oder (…) schließlich und vor allem, zwischen dem Schall und ihm selbst (…).”
(Jean-Luc Nancy – Zum Gehör)

Im Seminar arbeiten die Teilnehmer/innen sowohl an individuellen Projekten wie ebenso an der Entwicklung einer medienübergreifenden Publikation, welche aus den Seminarprozessen und Projektergebnissen bestehen wird. Für eine Teilnahme ist es nicht zwingend notwendig, bereits an den vorigen Seminarabschnitten 1-3 teilgenommen zu haben.

Son mémorisé / Phonomnesis / Acoustic Time Anomalies / Loop-‘n-Listen / Blast / Time Wobble / metronomische Raster / Frequenzwahn revisited / Arrhythmie / Speed Vortex / noch viel längere Dauern / Echo-Lokalisation / Pulse Lock / Drift Tactics / Turbulenzen / Extended Now / Tinnitus Paradise / Temporal Voids / Unsitely Spaciousness / querfeldein – Pt. 4

Listening Methodologies and the Aesthetics of Reception

Bill Dietz

Theorieseminar Hauptstudium
Filzengraben 8-10, Klanglabor, Donnerstag 14:00 – 16:00 h
Starttermin: 14.04.

Far from unassertive and acquiescent, listening is always situated and invested. The focus of the seminar is twofold: 1), to examine the manifold commitments of various listening methodologies (feminist listening, queer listening, the intersection of listening and race, historical and contemporary practices of hermeneutic listening, activist listening, experimental listening), and 2) to comparatively apply these methodologies to as wide a variety of music and sound-based practices as possible.
What would it mean to listen to John Cage in terms of race? How can we hear questions of gender in free jazz? Can there be an activist listening to Beyoncé? What could we gain from a Schenkerian listening to Klangkunst?
In constantly shifting between listening “filters,” the seminar invites us to rehearse a virtuosity of reception.

In German and English.
Reading and Listening materials available weekly;
for further information, please contact: bdietz@bard.edu

Workshop mit Adrian Sherwood

Am 20.11. 2015 /15:30 h wird der legendäre, britische Produzent Adrian Sherwood (On-U Sound) einen Workshop im Klanglabor geben.

https://en.wikipedia.org/wiki/Adrian_Sherwood

http://on-usound.com/adrian-sherwood-shares-an-a-z-of-his-music-career-with-electronic-beats/

Adrian Sherwood wurde Anfang der 1980er Jahre bekannt mit Produktionen für sein ON-U Sound Label, wie etwa den Gruppen oder Projekten New Age Steppers, African Head Charge, Dubsyndicate, Playgroup, Singers and Players, Mark Stewart & the Mafia / Tackhead u.v.a. – ebenso arbeitete er mit Dublegenden wie Bim Sherman, Prince Far I und Lee Scratch Perry zusammen, mit denen er mehrere Alben realisierte. Erst 2003 veröffentlichte er sein eigenes Debüt-Album „Never Trust A Hippy“ auf Real World Records.

Vor seinem ebenso am Freitag 20.11. stattfindenden Auftritt auf dem Weekend-Festival in Köln wird er im Klanglabor Einblick in seine Produktionsweise geben. (http://www.weekendfest.de/)

Begrenzte Teilnehmerzahl – Anmeldungen erforderlich (dsp@khm.de)!

Mobile Musics

Hans W. Koch, Dirk Specht

Fachseminar Hauptstudium
Filzengraben 8-10, Klanglabor, Mittwochs 14:00 – 16:00 h

Smartphones und Tablets sind längst selbstverständlicher Teil des digitalen Alltags geworden und auch aus der Sound Praxis nicht mehr wegzudenken. Gemeint sind damit aber nicht nur Abspielprogramme, Synthesizer-Apps oder Effektgeräte, sondern auch ortsspezifisch agierende Programme für soundwalks
etc. (Stichwort „geotagging“) und Spiele mit einem Anteil an generativer/reaktiver Musik (Stichwort „procedural audio“). Im Seminar werden verschiedene Strategien von „mobile musics“ untersucht und auf der Basis der open source Softwares „Pure Data“ bzw. „MobMuPlat“ eigene Apps entwickelt. (Android und iOs). Keine Programmierkenntnisse erforderlich. Seminarsprachen sind Deutsch und Englisch.

Quellen:
Pure Data: http://msp.ucsd.edu/software.html MobMuPlat: http://www.mobmuplat.com

Small Scale Radio

Hans W. Koch & Dirk Specht

Theorieseminar Grundstudium
Filzengraben 8-10, Klanglabor, Mittwochs 17:00 – 19:00 h

1967 schuf Max Neuhaus mit seinem Werk „Drive-In Music“ 
eine der ersten Klangskulpturen im öffentlichen Raum. Zwanzig Radiosender von kurzer Reichweite übertrugen dabei Klänge 
in Autoradios von Fahrzeugen, die auf einer Allee in Buffalo fuhren und während der Vorbeifahrt eine entsprechende Empfangsfrequenz eingestellt hatten. Wenige Jahre zuvor 
hatten mediale Stimmen den schwedischen Pionier der Tonbandstimmenforschung Friedrich Jürgenson aufgefordert, sein Radio als Empfangsgerät für mediale Sprachübertragungen zu benutzen. Diese beiden – unverbundenen – Verwendungen von „Radio“ markieren zwei Eckpunkte des Seminars, welches insbesondere die Übertragung von Klängen und sprachlicher Kommunikation über kurze Distanzen untersuchen wird.
 Dabei werden auch häufig auftretende Empfangs- und Sendebeeinträchtigungen, Störungen natürlichen und artifiziellen Ursprungs, z.B. elektromagnetische Einstreuungen, thematisiert. Im Kontext von Transkommunikation erlangen derartige Phänomene oft eine größere Bedeutung als die ursprünglich gesendeten Inhalte und Signale.
Das Seminar verbindet in gleichen Anteilen die Lektüre theoretischer Texte mit praktischen Übungen. Als Ergebnis entstehen apparative Dispositive, Klangarbeiten und Texte. Seminarsprachen sind Deutsch und Englisch.

Unsite Temporalities – 7 Hours Sleep ?

Dirk Specht & Sebastian Thewes

Fachseminar Hauptstudium
Filzengraben 8-10, Klanglabor, Dienstags 14:00 – 16:00 h
Start: 27. Okt.

UNSITE TEMPORALITIES (09) – 7 Hours Sleep ?

Sollte, wer sich an den Rand der Nacht begibt, gegen deren Schwarz (“et sic in infinitum” / Robert Fludd) gewappnet sein oder vielmehr darin der Buntheit von Leere nachspüren? Perspektivenwechsel, Positionsverschiebungen – inmitten ruhelosen Tumults die Nullzonen identifizieren; Tempovariablen, Speedflux –anhaltend strömende Mikromomente stoppen, verzögern, ausdehnen – “record the sound that is keeping you awake” (Assignment #58, M.July/H.Fletcher) – wie wir alle wissen, lässt Pfeifen in der Nacht die Engel weinen! (trad.)

Comme de longs échos qui de loin se confondent

dans un ténébreuse et profonde unité,

vaste comme la nuit et comme la clarté,

les parfumes, les couleurs et les sons se répondent. (C.B.)

ZWIELICHT / KIPPFIGUREN / CIRCADIANE RHYTHMIK / SLEEPLESS EARS / TIME LAG – TIME LAPSE / SONISCHE MEME / FREQUENZWAHN / BURST / LANGE DAUERN / RANDZONEN / FEINSTIMMUNG / SCHALLTOT / LEVELS BEYOND UNDO / THRESHOLD OFFSETS / OHRENSAUSEN / AGGREGATZUSTÄNDE / BLACK NOISE / GHOST NOTES – Pt. 3

“Silence, you know, is something that can’ t be censored. And there are circumstances in which silence becomes subversive. That’ s why they fill it with noise all the time.” (J.B.)

Patchbay extended – Boolean Disasters and Ghostnik Melodies

Freitag 15. Mai 2015 – 22:00 h
Aula der Kunsthochschule für Medien
Filzengraben 2
Köln Altstadt
Nähe Heumarkt
Eintritt frei

Patchbay extended – Boolean Disasters and Ghostnik Melodies

Ein Konzert des Klanglabors der KHM mit Teilnehmern/innen des Seminars “Familenschaltung” und Gästen (Julia Scher, Frank Barknecht, Tobias Grewenig, Volker Hennes, Joker Nies, Willi Sauter) im Rahmen von Chaos Cologne (1C2).

Eine Expedition zur Echtzeit-Berechnung der letzten verbliebenen grossen Fragen der Automatentheorie unter Zuhilfenahme von logischen Gattern, Attraktoren, Rückkopplung und Homöostase. Aber Vorsicht: auf der Zielgraden lauert das berüchtigte Trio aus logistischer Gleichung, Rungler und Pseudo-Randomisierer – und bevor irgendein Ergebnis sich zum Ohr durchschlägt, muss es ohnehin durch den Fraktalwellen-Umformer.

Familienschaltung

Hans W. Koch

Fachseminar Hauptstudium
Filzengraben 8-10, Klanglabor, Mittwochs 14:00 h
erster Termin: 15. April 2015

Familienschaltung
Untersuchungen an digitalen Logik-ICs der 74XX und der 40XX Familie

Nicht erst seit Nicolas Collins Buch „handmade electronic music“ weiss man, dass sich mit den ICs der 74XX und der 40XX Familie sehr einfach klingende Schaltungen aufbauen lassen. Neben diesen “basics” werden im Seminar aber auch die exotischeren Familienmitglieder auf ihre klanglichen Möglichkeiten hin untersucht.
Das Ziel ist, herauszufinden was sich z.b. hinter einem „9-bit odd/even parity bit generator and checker“ verbirgt und wie man diesen evetuell dazu bringen kann, interessante Klänge und rhythmische Muster zu generieren.
Handwerkszeug sind – neben den ICs – Breadboard und einige weitere Bauteile. Elektronische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Empfohlene Lektüre: Nicolas Collins „handmade electronic music“ 2nd edition / Routledge 2009

Unsite Temporalities – Sonic Alterations

Dirk Specht & Sebastian Thewes

Fachseminar Hauptstudium
Filzengraben 8-10, Klanglabor, Dienstags 14:00 h
erster Termin: 14. April 2015

UNSITE TEMPORALITIES (08) – Sonic Alterations

“Touched by Frequency / Altered States of Listening” – operational patterns, situational settings, auditive shifts.

Klangwirkungen und Hörerfahrungen zu untersuchen, steht weiterhin im Fokus des Seminars – es werden jedoch als Erweiterung zum vorigen Semester verstärkt praktische Experimente zu den behandelten Themen durchgeführt und korrespondierende Produktionsweisen entwickelt/erprobt. Nachfolgend ist geplant, die resultierenden Arbeitsergebnisse in einer Konzertperformance zu präsentieren.

LONG TIME EXPOSURE / EARCLEANING / SONIC CODES / FREQUENZWAHN / SIGNATURE SOUND / FEINSTIMMUNG / THERAPHONICS / LEVELS BEYOND UNDO / ANTIDOTE MUSIC / PATHOGENE KLÄNGE / NOISE POWER – Pt. 2

Grundlagenseminar Sound 2015

Hans W. Koch, Dirk Specht, Judith Nordbrock, Ralf Schipke

Grundlagenseminar Sound, freitags 10.00 – 13.00 h
(Vertiefungstermine/Praxis freitags 14:00 – 17:00 h)

Filzengraben 8-10, Klanglabor, 0.21
Beginn: Fr. 17. 04. 2015

Klang, Musik und Geräusch sind ein wesentlicher Bestandteil der 
künstlerischen Auseinandersetzung mit audiovisuellen Medien.
 Die Gestaltung der Klangebene stellt dabei ein zentrales Element dar, sei es 
als eigenständige Komposition in den Bereichen Musik oder Klangkunst, sei es im 
Zusammenhang mit anderen Medien, wie etwa Film, Video, Installationen, Radio, Performance.
In diesem Grundlagenseminar werden technische, künstlerische und 
wissenschaftliche Grundlagen der Arbeit mit Klang in Theorie
und Praxis vermittelt. Dies umfasst u. a. die Themenkomplexe
 Schallausbreitung, auditive Wahrnehmung, Gehörphysiologie,
 Schallwandlung, digitale Audiotechnik und Filmton.

Neben diesen Grundlagen wird auch eine geschärfte ästhetische
 Wahrnehmung von Klangereignissen und ihr bewusster,
 reflektierter Einsatz im Gestaltungsprozess von audiovisuellen 
Medien/künstlerischen Projekten angestrebt.

Scheine können mit wöchentlichen Aufgaben oder mit der
 Erstellung einer Audio-Studie erworben werden.
Teilnahmebedingungen:
 Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung mit Name und
 E-Mail-Adresse bitte bei Dirk Specht (dsp@khm.de).
 Die Teilnahme an allen Terminen wird erwartet. Bei absehbaren
 Terminüberschneidungen, insbesondere mit anderen
 Grundkursen, bitte für einen entscheiden!
Der Grundkurs Sound findet in jedem Sommersemester statt,
der nächste also im Sommersemester 2016.
Literatur:
- Thomas Görne: Tontechnik; München 2011.
(KHM-Signatur: KUN N.2.3 – 7)
-  John R. Pierce: Klang. Musik mit den Ohren der Physik; Berlin 1999.
(KHM-Signatur: KUN N.2.4-7(2))

The Sound of Radio listening to itself

Hans W. Koch & Dirk Specht

Theorieseminar Grundstudium
Filzengraben 8-10, Klanglabor, Mittwochs 17.00 h
erster Termin:  15. April 2015

The Sound of Radio listening to itself

Radiohören hat sich – nicht zuletzt im Zuge der digitalen „Revolution“ – grundlegend verändert. Hört überhaupt noch jemand zu, und wenn ja, wozu und unter welchen Bedingungen?

Im Seminar werden einerseits radiophone Produktionen angehört und analysiert, aber auch das eigene Zuhören beobachtet. Aus dem gesammelten Material soll eine radiophone Komposition über das Radiohören entstehen, die dann auch tatsächlich ausgestrahlt wird.

Workshop zu Auralisation mit Martin Rumori

StiffNeck – Auralisation, virtuelle Räume und In-Situ-Komposition
Workshop mit Martin Rumori

Mo. 24. und Di. 25. November – jeweils 11-17 Uhr
Filzengraben 8-10, Klanglabor, 0.21

Auralisation ist das “Hörbarmachen” von Räumen, echten oder
virtuellen.  Das kann durch Simulation geschehen, z.B. mittels eines
Raummodells.  Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung gemessener
Raumimpulsantworten, auch als “Faltungshall” bekannt.  Diese Methode
erlaubt eine detailgetreue Abbildung der akustischen Eigenschaften
eines Raums und wird daher in den letzten Jahren sehr häufig in der
Audio-Postproduktion verwendet.

Darüber hinaus sind auralisierte Räume Ausgangspunkt vielfältiger
künstlerischer Auseinandersetzung: Angefangen vom einfachen Hall,
eröffnen sie neue Perspektiven auf existierende Klangräume, für die
sich virtuell “in situ” komponieren lässt, bis hin zur Konstruktion
von unmöglichen akustischen Räumen und immersiven Umgebungen mit
Binauraltechnik.

“StiffNeck” ist eine Softwarewerkzeug für Experimente mit
Auralisation, das im Rahmen des Forschungsprojekts “The Choreography
of Sound” am Institut für Elektronische Musik und Akustik entwickelt
wird.  Es verwendet Impulsantworten eines Konzertsaals in Graz, der
mit einer vielkanaligen, variablen Lautsprecheranlage ausgestattet
ist.  Diese wurden im selben Forschungsprojekt von verschiedenen
Hörpositionen aus vermessen und erlauben vielfältige räumliche
Explorationen.

Im Workshop werden verschiedene Möglichkeiten der Auralisation
gezeigt, die mit “StiffNeck” praktisch umgesetzt werden.  Ausgehend
davon können ihre ästhetischen Hintergründe im genannten
Forschungsprojekt, ihre Anwendung in weiteren künstlerischen Arbeiten
und die technischen Grundlagen der Impulsanwortmessung und der Faltung
vertieft werden.

Teilnehmer erhalten die gegenwärtige Entwicklungsversion von
“StiffNeck” und Datensätze mit Impulsantworten.  Die Software ist mit
Supercollider realisiert und läuft auf Mac OS X (ab 10.6) als
Standalone-Anwendung, auf Linux kann sie innerhalb von Supercollider
gestartet werden.

- – -

Martin Rumori, geboren 1976 in Berlin, Studium der Musikwissenschaft
und Informatik, arbeitet als Klangkünstler und Forscher.  2005–2010
KüWi am Klanglabor der KHM, 2011–2013 am Institut für Elektronische
Musik und Akustik (IEM) im Projekt “The Choreography of Sound”, seit
2014 an der Kunstuniversität Graz im Bereich der Orgelforschung mit
elektronischen und hybriden, mobilen, mehrkanaligen Konzertorgeln.

Soundarchaeology XI – Ear Candy Conundrum

Anthony Moore & Dirk Specht

Theorieseminar Grundstudium
Filzengraben 8-10, Klanglabor, Mittwochs 17.00 h
erster Termin:  15.Oktober 2014

Sound Archaeology XI – Ear Candy Conundrum

“Antenna Crystal Earth” – with no apparent power source and a simple headphone
earpiece, AM radio can be heard. The history of electromagnetic phenomena
and the invention of radio will continue to be explored with a shift from
the technological aspects towards actual broadcast content. To what extent did this
new medium lend itself to artistic experiment throughout the 20th century?

While discussing multiple audio examples of Radiophonic Art, Hörspiel/Radio Drama,
Experimental Radio Soundworks, Ars Acustica and other categories of Hörfunk,
the seminar will be conducted in both English and German.

PD-Workshop mit Chikashi Miyama

PD-Workshop mit Chikashi Miyama

Mittwoch 18. Juni & Freitag 20. Juni 2014 / 13:00 – 16:00 h
Mittwoch 25. Juni, Donnerstag 26. und Freitag 27.Juni 2014 / 13:00 – 16:00 h
Filzengraben 8-10, Klanglabor, 0.21

Website mit Workshopmaterial/-infos:

https://sites.google.com/site/introtopd/

PureData (PD) hat sich in den letzten Jahren zum quasi Standard für Echtzeit-Medien-Verarbeitung etabliert. In einfachen visuellen Flussdiagrammen werden Module von unterschiedlichsten Funktionen miteinander verknüpft, um Anwendungen zur Verarbeitung von Audio zu bauen. Der Kurs vermittelt alle grundlegenden Prozesse dieser Programmierumgebung: Aufbau und logische Strukturierung eines Programms, Lesen und Schreiben von Audiodateien, grundlegende Klangsynthese, Sampling, Klangarbeitung usw.

Dozent: Chikashi Miyama (http://chikashi.net)
Chikashi Miyama ist Komponist, Videokünstler, Interface Designer und Performer. Er erhielt einen MA (2004) von der Kunitachi Hochschule für Musik in Tokio, ein Nachdiplom (2007) von der Musik-Akademie Basel, und einen Ph.D von der University at Buffalo in New York (2011). Seine Kompositionen gewannen einen ICMC Preis (2011/GB), einen zweiten Preis im SEAMUS Wettbewerb (2010/USA), einen Sonderpreis im Destellos Wettbewerb (2009/Argentinien) und erhielten eine ehrenvolle Erwähnung vom Bourges Elektroakustik Musik Wettbewerb (2002/Frankreich). Er hat auch einen Chancellor’s Award (2011/USA) von SUNY (State University of New York) für seine musikalischen und akademischen Aktivitäten erhalten. Seine Kompositionen und Abhandlungen wurden von ICMC 12 mal, von NIME 4 mal akzeptiert, und von verschiedenen internationalen Festivals in 19 Ländern ausgewählt. Im Jahr 2011 erhielt er das DAAD Stipendium und arbeitete als ein Gastkünstler/Forscher bei ZKM / IMA in Karlsruhe. Seit 2013 arbeitet er als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. PureData Tutorial & Reference, sein erstes Buch über Pure Data, eine klangliche Programmierungsumgebung von Miller Puckette, wurde im Februar dieses Jahres veröffentlicht.

Workshop MUSIKRECHT mit Christian Füllgraf

Workshop „Musikrecht“ mit Christian Füllgraf

Donnerstag 12. Juni 2014 – 10:00 – 14:00 h
Freitag 13. Juni 2014 – 10:00 – 14:00 h
Filzengraben 8-10, Klanglabor, 0.21

Der Workshop soll eine Einführung in das Urheberrecht und einen Überblick über die wichtigsten Rechtsfragen im Zusammenhang mit Musik und Sounds geben, insbesondere zu den in der Praxis immer wiederkehrenden Fragen zur Rechtelage bei Verwendung von vorbestehendem Material (z.B. Sampling, Plunderphonics, Mashups, Free/Fair Use, Found Sound etc.). Zudem sollen grundlegende Fragen zur GEMA besprochen werden, dabei vor allem die Lizenzierung von GEMA-pflichtiger Musik.

Plunderphonics, or Audio Piracy as a Compositional Prerogative
– Essay von John Oswald (1985) http://www.plunderphonics.com/xhtml/xplunder.html

Plunderphonia“ – Essay von Chris Cutler (1994/2002)

http://www.ccutler.com/ccutler/writing/plunderphonia.shtml

Alle, die von dieser umfangreichen, vielfältigen Thematik/Problematik betroffen sind oder sich einfach dafür interessieren, sind herzlich eingeladen, an dem Workshop teilzunehmen.

Soundarchaeology X – States of Listening

Anthony Moore & Dirk Specht

Theorieseminar Hauptstudiengang
Filzengraben 8-10, Klanglabor, Mittwochs 17.00 h
Erster Termin:  16.04.2014


Sound Archaeology X – “States of Listening”

THE ELECTRICAL EXPERIMENTER pg 319, September, 1916.

Why Not Have the President Talk Simultaneously to “AIl the People?”

“SSH…………h!!! “All ye, The People of the United States: his
Excellency, the PRESIDENT!” This greeting may be heard all over the country
in the not far distant future, and not on a phonograph either, if Mr. Paul
Calhoun’s dream comes true. His idea is to link up all the larger cities and
towns by radio with the powerful trans-continental government wireless
station at Arlington, near Washington, so that when the President makes a
speech before Congress or even his inaugural address, all the people can
hear it instead of a select few gathered within ordinary hearing distance of
the speaker as has been the case in the past.

In the radio-telephonic tests conducted a few months ago, the wirelessly
transmitted voice waves were caught on an antenna in the usual way and then
transformed into pulsating electric currents, which passed over the regular
wire circuit several miles long. Thus it has been found practical to
transfer the spoken voice from a standard telephone circuit through a
wireless station, across great distances by etheric waves, and back again
into undulating electric currents passing over a metallic wire circuit.

It would be possible to have the President make his speech in the usual way
in the Capitol at Washington, and have the voice waves picked up by a
battery of sensitive microphones, located at the speaker’s desk. These would
proceed to transform the voice vibrations into undulating electric currents,
passing over a wire circuit to the radio station at Arlington. Here, by
means of a sensitive vacuum tube control as used in the last memorable
radio-telephonic test, the voice waves in the form of fluctuating electric
currents of ordinary amplitude, would be amplified in power and propagated
from the great antenna of the Arlington station with the power of several
hundred horses. These oscillations would fly through space at a velocity of
186,000 miles per second, and thus would take but the fraction of a second
to traverse the intervening space between Washington and San Francisco, or
Honolulu. for that matter.

The President’s speech as received by radio in all the large cities
throughout the country would be amplified if necessary through the
apparatus, provided with large horns, so that an entire theater audience
could hear the words distinctly. The receiving apparatus could be placed
outside of public buildings, too, when desired.”

Grundlagenseminar Sound 2014

Dirk Specht, Judith Nordbrock, Ralf Schipke

Grundlagenseminar Sound, freitags 10.00 – 13.00 h
(Vertiefungstermine/Praxis freitags 14:00 – 17:00 h)

Filzengraben 8-10, Klanglabor, 0.21
Beginn: Fr. 11. 04. 2014

Klang, Musik und Geräusch sind ein wesentlicher Bestandteil der
 künstlerischen Auseinandersetzung mit audiovisuellen Medien.
 Die Gestaltung der Klangebene stellt dabei ein zentrales Element dar, sei es
 als eigenständige Komposition in den Bereichen Musik oder Klangkunst, sei es im
 Zusammenhang mit anderen Medien, wie etwa Film, Video, Installationen, Radio, Performance.

In diesem Grundlagenseminar werden technische, künstlerische und 
wissenschaftliche Grundlagen der Arbeit mit Klang in Theorie
 und Praxis vermittelt. Dies umfasst u. a. die Themenkomplexe
 Schallausbreitung, auditive Wahrnehmung, Gehörphysiologie,
 Schallwandlung, digitale Audiotechnik und Filmton.
Neben diesen Grundlagen wird auch eine geschärfte ästhetische 
Wahrnehmung von Klangereignissen und ihr bewusster,
 reflektierter Einsatz im Gestaltungsprozess von audiovisuellen 
Medien/künstlerischen Projekten angestrebt.
Scheine können mit wöchentlichen Aufgaben oder mit der 
Erstellung einer Audio-Studie erworben werden.

Teilnahmebedingungen:
 Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung mit Name und 
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 Die Teilnahme an allen Terminen wird erwartet. Bei absehbaren
 Terminüberschneidungen, insbesondere mit anderen Grundkursen, bitte für einen entscheiden!
Der Grundkurs Sound findet in jedem Sommersemester statt, der nächste also im Sommersemester 2015.

Literatur:
- Thomas Görne: Tontechnik; München 2011.
(KHM-Signatur: KUN N.2.3 – 7)
-  John R. Pierce: Klang. Musik mit den Ohren der Physik; Berlin 1999.
(KHM-Signatur: KUN N.2.4-7(2))

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